Rauchen: Die Auswirkungen auf den Muskelaufbau - gymfanatics

Rauchen: Die Auswirkungen auf den Muskelaufbau

rauchen - die auswirkungen auf den muskelaufbau



Neukunden Rabatt - 300 x 250

Sportlich aktiv sein und Rauchen ist ein Widerspruch in sich. Während das Rauchen die Hauptursache für verschiedene Krankheiten ist, der Gesundheit also Schaden zufügt, hat der Sport eine gesundheitsfördernde Eigenschaft. Selbstverständlich ist die Option mit Sport besser als jene wo nur geraucht wird, denn damit schadet man dem Körper in gewisser weiße gleich doppelt.

 
Tabak ist neben dem Alkohol die am häufigsten konsumierte Droge unserer Zeit. In Österreich liegt der Anteil von bekennenden Rauchern bei 38%. [1] In Deutschland, obwohl seit einigen Jahren stark rückläufig immer noch bei ungefähr 27%. [2]

 
Keine Angst, wir werden hier nicht wild mit Zahlen um uns schmeißen. Für einen statistischen Einblick in die Raucherwelt reicht das erstmal. Obwohl man zurecht meinen würde, dass Drogen vor allem bei sportbewussten Menschen keine Rolle spielen, so widersprechen viele Trainierende aufgrund ihres Handelns dieser Konstatierung.

 
Warum wird das Rauchen eigentlich nicht verboten? Es schadet nicht nur dem Raucher selbst, sondern auch den Menschen die den Zigarettenqualm einatmen und dadurch zu Passivrauchern werden.

 
Zum einen liegt der Grund in der enormen Wirtschaftsmacht der Tabakindustrie, welche dem Staat jährlich sehr viel Geld in die Kasse spült. Zum anderen im enormen Widerstand der mächtigen Konzerne, welche gesundheitsfördernde Maßnahmen fast unmöglich machen.

 

Rauchen schadet der Gesundheit

Dafür sind die in einer Zigarette enthaltenen Stoffe verantwortlich. Eine Vielzahl von ihnen ist für den Körper äußerst toxisch. Neben den negativen Auswirkungen auf die sportspezifischen Eigenschaften, auf die später im Text eingegangen wird, gibt es schier unzählige Nebenwirkungen die mit einem Nikotinkonsum einhergehen.

 
Was bewirkt Nikotin eigentlich und welche sind die anderen toxischen Stoffe die der Raucher bei jedem Zug einatmet?

 

Tabakrauch

Nikotin
Aufgrund der extremen toxischen Wirkung von Nikotin kann eine Dosis von bereits ca. 50mg zum Tod führen. Ähnlich wie Kokain, beeinflusst Nikotin das Belohnungssystem im Gehirn. Durch die Erhöhung der Dopaminkonzentration entsteht ein Genussgefühl, welches der Körper danach wieder erleben möchte. Raucher werden dadurch psychisch als auch körperlich abhängig. Nikotin regt zudem das zentrale Nervensystem (ZNS) an. Durch die Anregung der Rezeptoren entsteht ein erhöhter Blutzuckerspiegel, eine höhere Herzfrequenz, als auch ein beschleunigter Stoffwechsel. [3]

 
Kohlenmonoxid
Bei Kohlenmonoxid handelt es sich um ein unsichtbares, geruchloses Gas, welches bei der Verbrennung von Tabak entsteht und über die Lunge sehr schnell in unseren Blutkreislauf gelangt. Dort blockiert es den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), welcher für den Sauerstofftransport zuständig ist. Dadurch werden die Zellen und das Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das Einatmen von Kohlenmonoxid kann von verminderter Lichtempfindlichkeit bis hin zum Herzinfarkt führen.

 
Andere toxische Substanzen
Neben den bereits erwähnten und für uns im späteren Verlauf dieses Artikels relevanten Stoffen, konnten im Tabakrauch über 100 solcher giftigen Stoffe nachgewiesen werden. Darunter Teer und andere mehr als 40 krebserregende Substanzen.

 
Teer erhöht nachweislich das Risiko an Krebs zu erkranken. Es ist einer der häufigsten Auslöser für Lungenkarzinome.

 

Rauchen und Sport

Wie wirken sich nun die Eigenheiten der einzelnen in einer Zigarette enthaltenen Stoffe auf die Kraft, den Muskelaufbau oder die Leistungsfähigkeit aus?

 
Aus dem vorigen Kapitel wissen wir, dass Kohlenmonoxid den Sauerstofftransport in den Zellen behindert. Was bedeutet das nun für den Trainierenden.

 
Auswirkungen vom Rauchen auf die Leistungsfähigkeit
Je mehr und besser unsere Zellen mit Sauerstoff versorgt werden können, desto leistungsfähiger sind wir. Da das Kohlenmonoxid die Sauerstoffzufuhr in den Zellen allerdings behindert, kann schlussfolgernd von einer Leistungsminderung ausgegangen werden.

 
Auswirkungen vom Rauchen auf den Muskelaufbau
Durch das Hormon Myostatin, welches Raucher vermehrt produzieren wird das Muskelwachstum eingeschränkt. [4]

 
Durch die Verengung der Blutgefäße kann eine ausreichende Nährstoffversorgung während den Übungen nicht sichergestellt werden, weshalb Raucher nicht in der Lage sind ihr volles Leistungspotential abrufen zu können und schlussfolgernd der Muskelaufbau darunter leidet.

 
Außerdem wird die Proteinsynthese der Muskulatur negativ beeinflusst. Das bedeutet, dass der Aufbau von neuem Protein, welcher letzten Endes im Muskelaufbau resultiert behindert wird.

 
Auswirkungen vom Rauchen auf Kraft, Konzentration und Regeneration
Durch das Rauchen treten Krafteinbußen und eine verschlechterte Konzentrationsfähigkeit auf. Manche Raucher bemerken diese Eigenschaften recht früh, andere wiederum erst nach einigen Jahren.

 
Das geschwächte Herz-Kreislaufsystem verlängert die Regenerationszeit. Raucher erholen sich während den Trainingseinheiten als auch den einzelnen Trainingssätzen schlechter als Nicht-Raucher. Es sei erwähnt, dass die ausreichende Regeneration das A und O ist, wenn es um erfolgreichen Muskelaufbau und die volle Leistungsentfaltung geht.

 
Auswirkungen vom Rauchen auf die Ausdauer
Die Ausdauer fällt fast schon nach der ersten vor dem Training gerauchten Zigarette spürbar ab. So wie ein Pre-Workout Booster die Leistung erhöhen soll und teilweise auch tut, so bewirkt das Rauchen exakt den gegenteiligen Effekt. Rauchen vor dem Training resultiert in einem Leistungsabfall.

 
Die Muskeln ermüden schneller, weshalb lange bzw. intensive Cardio-Einheiten nicht durchführbar sind und eine optimale Fettverbrennung dadurch ausbleibt. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass sich regelmäßiger Tabakkonsum negativ auf die Ausdauer auswirkt.

 

Zusammenfassend

Neben den bereits erwähnten Folgen die das Rauchen mit sich bringt, gibt es noch viele andere. Die schlimmsten sind sicherlich Krebserkrankungen. Doch auch Erkrankungen der Lunge, Gefäßleiden, Herzinfarkte und das erhöhte Risiko an Diabetes zu erkranken sollten schleunigst zu einem Umdenken animieren. [5]

 
Man schadet nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Mitmenschen, indem diese den Tabakrauch ungewollt einatmen. Schätzungsweise landen 30% des Tabakrauches, dessen fatale Folgen schon erwähnt wurden in der Lunge des Rauchers selbst, die anderen 70% werden von den Passivrauchern eingeatmet. Passivraucher gehen ein hohes Risiko ein an den vorhin genannten Folgen zu erkranken. [6]

 
Wir werden hier keine Anleitung für die Raucherentwöhnung angeben. Die gesundheitlichen Risiken sollten Grund genug sein, um einen positiven Entschluss zu fassen. Ein Leben ohne Zigaretten ist ein gesünderes Leben und besonders Sportler die nach Erfolgen und optimalen Resultaten, sowie einem gesunden Körper streben sollten mit dem Rauchen aufhören. Selbstverständlich wird dies kein leichtes Unterfangen, was zahlreiche Raucher immer wieder aufs Neue beweisen. Da es sich allerdings um ein ärztlich und gesellschaftlich anerkanntes Problem handelt, sollte es an Rat und Hilfe diesbezüglich nicht mangeln. Um die Abhängigkeit in den Griff zu bekommen ist der Wille der ausschlaggebende Faktor.

 

Quellenangabe

[1] Rauchverhalten in Österreich
[2] Raucherstatistik in Deutschland
[3] Nikotin und seine Auswirkungen auf den Körper
[4] Myostatinproduktion und verschlechtere Muskelproteinsynthese
[5] Die gesundheitlichen Folgen vom Tabakkonsum
[6] Passivrauchen und seine Auswirkungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.