Die größten Fitness Mythen - Teil 2 - gymfanatics

Die größten Fitness Mythen – Teil 2

die größten fitness mythen teil 2

 



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Frauen verlieren durch Krafttraining ihre Weiblichkeit

Während bei männlichen Sportlern das Krafttraining bzw. Bodybuilding mittlerweile einen extrem hohen Stellenwert genießen, scheint dies bei den Frauen noch nicht ganz angekommen zu sein. Häufig hört man, dass Frauen Angst davor hätten durch Kraftsport ihre Weiblichkeit komplett zu verlieren. Doch diese Angst ist vollkommen unbegründet, da die Muskulatur bei den Frauen geringer ausgeprägt ist als bei den Männern und sie zusätzlich noch einen deutlich geringeren Anteil an Testosteron im Hormonhaushalt aufweisen. Anstatt einer ausgeprägten Muskulatur wird lediglich das Fett verbrannt und die Haut gestrafft, was der Weiblichkeit einer Frau nur zu Gute kommt.
 
 

Je öfter man pro Woche trainiert, desto besser

Auch wenn der Ehrgeiz im Normalfall eine lobenswerte Eigenschaft ist, kann er im Bodybuilding auch negative Auswirkungen auf den Muskelaufbau haben, nämlich genau dann, wenn die Muskulatur und das Nervensystem der ständig wiederkehrenden Höchstbelastung des Krafttrainings ausgesetzt sind, ohne dem Körper genügend Erholung zu bieten. Die Regeneration ist im Bodybuilding einer der wichtigsten und leider auch am meist unterschätzten Aspekte, der in jedem gut durchdachten Trainingsplan berücksichtigt werden muss. Mangelnde Regeneration resultiert häufig in den klassischen Symptomen des Übertrainings wie Schlafstörungen, geringer Leistungsfähigkeit und fehlender Trainingsmotivation.
 

Durch gezielte Übungen kann die Form der Muskulatur beeinflusst werden

Während wir die Muskelmasse durch gezieltes Training beeinflussen, ist das Aussehen bzw. die Form des Muskels genetisch vorgegeben und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es ist also auch nicht möglich durch spezielle Übungen und Trainingspläne die Form der Muskulatur gezielt zu verändern. Es muss jedoch zwischen der Form eines Einzelmuskels und der Form einer zusammenhängenden Muskelgruppe wie der Rückenmuskulatur unterschieden werden. Das Erscheinungsbild des Rückens setzt sich zusammen aus unterschiedlichen Muskelpartien wie zum Beispiel dem Latissimus und dem Trapezius. Je ausgeprägter der Latissimus ist, desto breiter wirkt der Rücken, während durch einen ausgeprägten Trapezius der Rücken voluminöser erscheint. Durch die gezielte Wahl von Übungen kann so das gesamte Erscheinungsbild des Rückens quasi modelliert werden. Arnold Schwarzenegger verglich das Bodybuilding mit dem Beruf des Bildhauers, wobei durch die Wahl von bestimmten Übungen das Erscheinungsbild des Körpers gezielt beeinflusst wird.
 

Eine gesunde Ernährung sollte möglichst fettfrei sein

„Ohne Protein kein Muskelaufbau!“. Auch wenn an diesem Satz alles richtig ist, gehört zu einer Ernährung mit dem Ziel des optimalen Muskelaufbaus deutlich mehr als der tägliche Proteinbedarf. Nicht umsonst werden von Ernährungswissenschaftlern einseitige Diäten und Ernährungsformen extrem kritisch betrachtet, da diese gezwungenermaßen mit einem Mangel an unterschiedlichen, für den menschlichen Körper sehr wichtigen, Nährstoffe einher gehen. Speziell bei verschiedenen Diäten wird eine komplett fettfreie Ernährung empfohlen um so am schnellsten an Gewicht zu verlieren. Doch Fett ist nicht gleich Fett. Es muss zwischen den sogenannten gesättigten und ungesättigten Fettsäuren unterschieden werden – häufig wird auch von den „ungesunden“ und „gesunden“ Fetten gesprochen. Ungesättigte Fettsäuren können jedoch vom menschlichen Körper nicht selbst erzeugt und müssen aus der Ernährung bezogen werden – sie sind hauptsächlich in pflanzlichen Produkten und Fisch vorhanden. Eine gesunde Ernährung bedeutet immer eine Ausgewogenheit zwischen essentiellen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralen, Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten.
 

Frühsport auf leeren Magen verbrennt am meisten Kalorien

Wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass die beim Frühsport auf leeren Magen verbrannten Kalorien vor allem aus einer erhöhten Fettverbrennung resultieren. Die Frage die sich in diesem Zusammenhang jedoch stellt ist, ob diese Herangehensweise für den menschlichen Körper tatsächlich bedenkenlos ist. Da wir während des Schlafens und im Normalfall auch einige Stunden vor dem zu Bett gehen keine großartigen Nährstoffe und Flüssigkeiten zu uns nehmen, bedeutet Frühsport immer auch eine erhöhte Belastung für die Muskulatur und das Herz-/Kreislaufsystem, was zu einem sehr schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels führen kann. Zusätzlich bedeutet der Mangel an Nährstoffen auch eine geringere Leistungsfähigkeit und Intensität des Trainings, was im Endeffekt auch zu einem kleineren Gesamtkalorienverbrauch führt. Ist es denn jetzt sinnvoller, Morgens vor dem Frühstück zu trainieren und die erhöhte Fettverbrennung auszunutzen, oder sollte man doch lieber erst einige Stunden nach dem Frühstück zum Sport gehen. Die Meinungen liegen in diesem Fall sehr weit auseinander, und die Antwort hängt vom Sportler selbst ab. Ist man in der Lage auch auf leeren Magen ein intensives und forderndes Cardio-Training abzurufen, ohne dass der Körper darunter leidet, so ist dies durchaus sinnvoll. Anfängern raten wir von dieser Trainingsmethode jedoch ab.
 

In Trainingspausen werden Muskeln in Fett umgewandelt

Bodybuilding ist eine Sportart die immer mit einem gewissen Verletzungsrisiko einher geht, welches zwar durch die Verbesserung der Ausführung und Verwendung von geringeren Gewichten minimiert wird, jedoch nie zur Gänze beseitigt werden kann. Längere Verletzungspausen bedeuten immer auch einen Rückschlag auf dem Weg zu den gesetzten Trainingszielen. Je länger eine Trainingspause andauert, desto mehr geht von der mühsam erarbeiteten Muskelmasse verloren. Der Mythos in diesem Zusammenhang lautet, dass die hart antrainierte Muskelmasse in den Trainingspausen in Fett umgewandelt wird. Muskelgewebe und Fett sind jedoch physiologisch betrachtet zwei komplett unterschiedliche Dinge die nicht miteinander verwechselt werden dürfen. Während sich die Muskulatur aus tausenden einzelner Muskelzellen zusammensetzt, welche wiederum von Proteinen gebildet werden, besteht das Körperfett aus den sogenannten Fettzellen und dient als eine Art Energiespeicher. Der menschliche Körper speichert sich sozusagen Energie auf Vorrat, um in kritischen Situationen auf ebendiese körpereigenen Speicher zurückgreifen zu können. Es ist daher auch falsch anzunehmen, dass während Trainingspausen die Muskeln in Fett umgewandelt werden oder umgekehrt durch das Training Fett in Muskulatur umgewandelt wird. Durch die Trainingspause kommt es aufgrund der fehlenden Wachstumsreize zu einem Verlust an Muskelmasse, die oft mit einer Zunahme an Gewicht einher geht.
 

Hauptsache möglichst viel Gewicht ‚bewegen‘

Für viele Anfänger kann der Anblick der sich in einem Fitness Studio bietet ziemlich einschüchternd sein. Man sieht Sportler die mit Gewichten trainieren, von denen man selbst nur träumen könnte. Die Versuchung, ein möglichst hohes Gewicht zu verwenden um so mit den anderen Sportlern mithalten zu könne, ist ziemlich verlockend. Viele Anfänger begehen dabei den Fehler, ihren kompletten Fokus nur auf das Gewicht zu legen und vernachlässigen dabei die korrekte Ausführung der Übungen. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, mit welchem Gewicht man den Trainingspartner beeindrucken könnte, sollte das Hauptaugenmerk immer bei einer technisch sauberen Ausführung liegen, dadurch wird nämlich die Verletzungsgefahr signifikant verringert. Außerdem werden im Gegensatz zu einer technisch unsauberen Ausführung tatsächlich Wachstumsreize gesetzt. Wir raten unter anderem deshalb auch jedem Anfänger mit einem Ganzkörpertraining zu starten, bei dem nur die wichtigsten Grundübungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Kreuzheben ausgeführt werden. Hat man erst einmal die Grundlagen verinnerlicht, steigt die Leistungsfähigkeit von ganz alleine.
 

Durch Joggen werden die Gelenke „abgenutzt“

Es ist wohl einer der bekanntesten Mythen im Zusammenhang mit Ausdauertraining, speziell dem Laufsport: „Intensives Laufen führt immer zu einer Abnutzung der Knie!“. Der Fachbegriff für eine Gelenkabnutzung, die das altersübliche Maß übersteigt, lautet „Arthrose“. Alleine in Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an Arthrose, weltweit handelt es sich dabei sogar um die häufigste Gelenkerkrankung. Häufigste Ursachen für eine Gelenkabnutzung sind eine überdurchschnittliche Belastung durch erhöhtes Körpergewicht. Doch werden die Gelenke auch durch die ständig wiederkehrende Belastung des Ausdauertrainings in Mitleidenschaft gezogen? Eine Studie aus dem Jahr 2008 konnte jedoch Entwarnung geben. Wissenschaftler der Universität Stanford untersuchten über nahezu 20 Jahre hinweg die Gelenke von Marathonläufern und verglichen die Daten mit denen einer Kontrollgruppe ohne Läufer. Das Ergebnis der Studie ist verblüffend: Die Knie der Langstreckenläufer waren gesünder und besser erhalten als die der Kontrollgruppe. Während in der Kontrollgruppe 32 Prozent Anzeichen von Arthritis zeigten, waren es bei der Gruppe der Langstreckenläufer gerade einmal 20 Prozent. Von schwerer Arthritis waren zwei Prozent der Läufer, bei der Kontrollgruppe jedoch 10 Prozent betroffen. Es ist ersichtlich, dass es keine direkte Verbindung zwischen sportlichen Belastungen und der Abnutzung von Gelenken gibt, es ist eher das Gegenteil der Fall: Durch sportliche Aktivitäten kann Erkrankungen der Gelenke vorgebeugt werden. [1]
 

Beim Training mit Maschinen kann man nichts falsch machen

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Fitnessgeräten, die vor allem Anfängern den Einstieg in das Bodybuilding durch eine wesentlich einfachere Ausführung erleichtern sollen. Das Bankdrücken an der Multipresse zum Beispiel ist aufgrund der Führungshilfe deutliche einfacher als das freie Bankdrücken. Während beim freien Training der Brust das balancieren des Gewichts zusätzliche Kraft kostet, kann man sich beim Training am Gerät gezielt auf den Bewegungsablauf konzentrieren. Das Training am Gerät ist zwar von der Ausführung her deutlich einfacher als das Training mit freien Gewichten, die Intensität ist jedoch auch deutlich geringer. Für einen blutigen Anfänger im Bereich Bodybuilding ist ein Einstieg mit Gerätetraining sicherlich sinnvoll, um die ersten Bewegungsabläufe besser kennenzulernen und den Körper an die neuartigen Belastungen zu gewöhnen. Trotz der einfacheren Ausführung beim Training an Geräten muss trotzdem immer auf eine saubere Technik geachtet werden, denn auch das beste Gerät der Welt kann fehlerhafte Ausführungen und das Training mit zu viel Gewicht nicht verhindern. Es muss jedoch auch dazugesagt werden, dass freies Hanteltraining immer dem Training mit Geräten bevorzugt werden sollte, weil erst durch das freie Training der optimale Muskelaufbau gewährleistet wird.
 

Der ‚Pump‘ ist das beste Zeichen für ein erfolgreiches Training

Es ist wahrscheinlich das befriedigendste Gefühl welches mit dem Bodybuilding erzielt werden kann – der Muskelpump. Doch ist der Pump tatsächlich ein Zeichen für ein erfolgreiches Workout? Jeder Bodybuilder kennt dieses Gefühl, das Training geht bis ans Limit der Leistungsfähigkeit, das Blut schießt durch den Muskel, der sich zwischenzeitlich so groß und fest anfühlt wie noch nie zuvor. Der Pump ist nichts anderes als eine erhöhte Blutversorgung des Muskels mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit hoch zu halten. Es konnte beobachtet werden, dass der Pump immer dann besonders ausgeprägt ist, wenn vermehrt Kohlenhydrate gegessen wurden. Dies hängt mit der Eigenschaft der Kohlenhydrate zusammen, Wasser zu binden, welches in der Muskulatur wiederum an der Aufspaltung und dem Transport von Nährstoffen beteiligt ist und so den Pump begünstigt. Der Pump ist daher bei einem gezielten Hypertrophietraining ein wichtiges Anzeichen dafür, dass ein Muskel erfolgreich getroffen wurde.
 

Quellenangabe

[1] Studie – Long Distance Running and Knee Osteoarthritis

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