Coca Cola Light, Zero und Life: Harmlos oder gesundheitsschädigend? - gymfanatics

Coca Cola Light, Zero und Life: Harmlos oder gesundheitsschädigend?

Coca Cola Light, Zero und Life: Harmlos oder gesundheitsschädigend?


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Coca Cola Life

Grünes Logo und ein in grün gehaltenes Design der Dose. Auf den ersten Blick könnte man meinen: Hier handelt es sich ganz klar um ein biologisches und gesundes Produkt. Das soll uns die grüne Farbe letzten Endes auch suggerieren. Der gesunde Lebensstil wird für immer mehr Menschen wichtiger. Coca Cola wirbt damit, mit diesem Produkt endlich das geschaffen zu haben was von jedem der sich gesund ernähren möchte unbedenklich konsumiert werden kann.

 
Moment einmal. Es gibt doch schon die Light und Zero Variante mit fast keinen Kalorien. Wie will Coca Cola das unterbieten? – Die Antwort ist: mit diesem Produkt in Bezug auf die Kalorien gar nicht. Zwar enthält Coca Cola Life weniger Kalorien als das normale Coca Cola, mit 89 Kalorien und 22.1gramm Zucker pro Dose (330ml) aber noch immer mehr als die Light und Zero Variante. Ausschlaggebend ist aber weniger die Kalorienmenge, sondern vielmehr der Verzicht des heftig kritisierten Süßungsmittels Aspartam. Mittlerweile scheint aber durch mehrere Studien belegt worden zu sein, dass Aspartam erst ab sehr hohen Mengen toxisch wird. Die Rechtfertigung für die Einführung dieses Produktes seitens des Herstellers steht auf sehr wackeligen Beinen.

 

Stevia – Endlich ein Ersatz für Aspartam

Als Ersatz für Aspartam soll der seit 2011 als Süßungsmittel zugelassene Extrakt aus dem subtropischen Stevia-Kraut herhalten. Stevia wird bei Produkten wie Sprite und den Konkurrenten von Pepsi bereits getestet. In Japan ist es seit 1970 bei verschiedensten Produkten im Einsatz. Angeblich verursacht es kein Karies und ist im Gegensatz zu Aspartam deutlich gesünder. Da es als Nährstoff in den Blutkreislauf nicht aufgenommen wird erhöht es den Blutzucker ebenfalls nicht. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt nicht mehr als 4mg pro kg Körpergewicht pro Tag zu konsumieren.

 
Warum süßen die Hersteller dann nicht ausschließlich mit Stevia? – denn entgegen den Versprechungen ist ein Produkt mit derart viel raffiniertem Zucker alles andere als gesund. Die Antwort ist einfach: Der Geschmack wäre nicht annähernd derselbe. Deshalb sieht sich Coca Cola gezwungen mit anderen Süßstoffen nachzuhelfen, um den gewohnten Geschmack zu erreichen.

 
Kann zumindest die Verwendung von Stevia in einem gesunden Produkt gerechtfertigt werden? Auch hier ist die Antwort eindeutig: Nein. Stevia, oder genauer Steviolglykoside, also die als Süßstoff zugelassene Substanz hat mit natürlich rein gar nichts zu tun. Bis das feine weiße bis hellbraune Pulver entsteht, bedarf es vom aus den Stevia-Blättern gewonnenen Rohsaft bis zum Endprodukt einiger hochkomplexer chemischer Verfahren.

 
Sehr vereinfacht dargestellt, wird dabei der Rohstoff zunächst mithilfe von Alluminumsalzen, Absorberharzen und Ionentauschern vorgereinigt und entfärbt. Um danach wieder einen festen Stoff zu bekommen, werden zum Auskristallisieren Ethanol und Methanol verwendet. Das dies nichts mit natürlich zu tun hat, sollte nun jedem einleuchten.

 
Bereits eine Menge von 0,5l führt dazu, dass die von der WHO empfohlene Tagesmenge an Zucker überschritten wird!

 

Coca Cola Light

Die Light Variante des Erfrischungsgetränkes erfreut sich bei vielen fitnessbewussten großer Beliebtheit. Mit ungefähr einer Kalorie und 0% Zucker pro halben Liter könnte Coca Cola Light fast schon als das Fitnessgetränk schlechthin durchgehen, wäre da nicht der heftigst umstrittene Süßstoff Aspartam.

 

Aspartam – Gift oder der perfekte Zuckerersatz

Die drei Grundbausteine von Aspartam sind die zwei Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure, als auch der Alkohol Methanol. Bei der Einnahme gelangt der Süßstoff nicht in den Blutkreislauf, sondern wird direkt im Darm absorbiert wo er wieder in seine drei Grundsubstanzen zerfällt. Bei Menschen die an der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie PKA leiden ist daher besondere Vorsicht geboten. Sie können die Aminosäure Phenylalanin nicht abbauen, wodurch sich diese im Gehirn anlagert. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Hirnentwicklung und darauffolgend geistige Behinderung oder Erkrankungen wie Epilepsie.

 
Mittlerweile zählt Aspartam zu einem der am meisten untersuchten Zusatzstoffe überhaupt. Vor kurzem waren sich die Forscher noch uneinig wenn es um dessen potentielle Nebenwirkungen ging. 1965 wurde der Süßstoff von einem Chemiker der Firma Searle zufällig entdeckt. Erst 1981 genehmigte die amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA das damals unter dem Namen NutraSweet bekannte Süßungsmittel mit einer erlaubten Dosis von 40mg/kg Körpergewicht täglich. Genehmigt und als unbedenklich konsumierbar wurde er allerdings nur auf den Grundlagen der Studien von der Firma Searle selbst. [1]

 
Schon in den späten 70er Jahren beprangerten Neurowissenschaftler die durchgeführten Studien und machten auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam. Die FDA setze eine öffentliche Untersuchungskommission ein, worauf Aspartam als Lebensmittelzusatz verboten wurde, solange nicht eindeutig untersucht worden war, dass Aspartam wie vorher durch einige Studien angenommen, dennoch keine Gehirnschäden und Hirntumore verursacht.

 
Die Liste der möglichen Symptome ist in Verbindung mit der Einnahme von Aspartam schier unendlich lang. Die FDA hat nach Erhalt dieser Beschwerden, gemeinsam mit der Firma Searle Untersuchungen durchgeführt. Sie kamen zum Entschluss, dass einige dieser Symptome wie Kopfschmerzen, nicht reproduziert werden können. Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse der damaligen, aber auch aktuellen Studien mit Vorsicht zu genießen, da die meisten von den Herstellern selbst finanziert wurden. [2]

 
Der aufmerksame Zeitungsleser wird mittlerweile zum Entschluss gekommen sein dass mehr die Dosis ausschlaggebend ist. So wird es durch die zahlreichen Berichte und Artikel über Aspartam jedenfalls suggeriert.

 
Eine unabhängige Stiftung führte 2005 zwei Studien an Ratten durch. Gleiche waren mindestens acht Wochen alt und bekamen bis zu ihrem natürlichen Tod in etwa die Menge die der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Das Ergebnis war erschreckend. Es konnte ein signifikanter Anstieg von Lymphomen (Schwellung der Lymphknoten, Ärzte sprechen meistens von bösartigen Lymphomen) und Leukämieerkankungen beobachtet werden. Bei der zweiten Studien wurden die Nachkommen der trächtigen Rattenweibchen getestet. Die Ergebnisse der ersten Studie wurden bestätigt und es wurde ein erwähnenswerter Anstieg von Brusttumoren beobachtet. [3]

 
Beide Studien wurden von der FDA, als auch von der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA abgelehnt. Die Begründung war, dass methodische Mängel festgestellt worden sind.

 
Die EFSA hat im Jahr 2013 alle bisher veröffentlichen Studien untersucht, mit dem Ergebnis, dass der Süßstoff vom Menschen unbedenklich konsumiert werden kann, vorausgesetzt dass die empfohlene Tagesmenge von 40mg/kg Körpergewicht nicht überschritten wird. [4]

 

Coca Cola Zero

Schaut man sich die Zutatenliste von Coca Cola Zero genauer an und vergleicht diese mit derer des Light Produktes so sind so gut wie keine Unterschiede erkennbar. Beide süßen mit dem zuvor ausführlich beschriebenen Süßungsmittel Aspartam und verzichten fast vollständig auf Zucker.

 
Warum hat Coca Cola noch ein Produkt auf den Markt gebracht, wenn es sich vom anderen rein gar nicht unterscheidet? – Nun, die Zutatenliste ist zwar gleich, der Geschmack ist aber nicht identisch, das wird ein erfahrener Coca Cola Trinker sicherlich bestätigen können.

 
Wer denkt Aspartam bedenkenlos konsumieren zu dürfen und davon gibt es so einige, so sind in jedem Fall sowohl die Light und Zero Variante der normalen Coca Cola vorzuziehen. Grund dafür sind die in der Coca Cola enthaltenen Unmengen an Zucker.

 

Zucker macht krank

Die Hersteller versuchen den Zuckergehalt zu verstecken, indem sie einfach andere Bezeichnungen wie Saccharose verwenden, was im Enddefekt nichts anderes als Zucker ist. Es ist längst schon bewiesen, dass ein regelmäßiger Konsum von Zucker das Immunsystem schwächt und den Körper so für verschiedenste Krankheiten anfällig macht. Außerdem kann er zu Diabetes führen, die Leber schädigen und die gesunde Darmflora zerstören. Zucker kann obendrein auch noch süchtig machen, was den Umstieg auf eine gesunde Ernährungsweise erheblich erschweren kann. [5]

 
In den nachfolgenden Bilder sieht man, was nach dem verdampfen der Flüssigkeit übrig bleibt. Die klassische Coca Cola hinterlässt eine zähe und klebrige Substanz, die zum meisten Teil aus Zucker besteht. Coca Cola Light und Coca Cola Zero zeigen sich bei diesem Experiment identisch.
 
Coca Cola Rückstände 1

 
Coca Cola Rückstände 2
 

Fazit

Dass die meisten Menschen ein Bedürfnis nach süßen Speisen und Getränken haben ist nichts Ungewöhnliches. Wer beschlossen hat etwas Gutes für seinen Körper zu tun, mit dem Fitnesssport angefangen hat, seine Ernährung umgestellt und womöglich auch noch mit dem Rauchen aufgehört hat, der sollte auch wenn es um das koffeinhaltige Getränk Coca Cola geht Abstriche machen. Ein vollkommener Verzicht ist nicht unbedingt erforderlich, solange der Durst hauptsächlich mit Wasser gestillt wird. Wasser kann kein Getränk der Welt ersetzten, schon gar nicht künstlich hergestellte Produkte!
 

Quellenangabe

[1] Geschichte und Fakten von Aspartam
[2] Liste der möglichen Symptome bei der Einnahme von Aspartam
[3] Studie einer unabhängigen Stiftung, welche die Nebenwirkungen von Aspartam erforschte
[4] Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde – EFSA untersuchte alle bisherigen Studien zu Aspartam
[5] Zucker und seine Eigenschaften
Screenshots: Focus – Wie viel Zucker ist in der Coca-Cola Zero wirklich?

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