Bodybuilding Mindset - Teil 1: Motivation - gymfanatics

Bodybuilding Mindset – Teil 1: Motivation

bodybuilding mindset - motivation

 



Neukunden Rabatt - 300 x 250

Kann ich genauso ausschauen wie der Athlet auf dem Titelbild der Fitnesszeitschrift, sind häufige Fragen die sich zukünftige Trainierende stellen. „Sport machen“ steht in der Neujahrvorsätzeliste ganz weit oben. Ist es dann allerdings soweit die Sportschuhe zuzuschnüren, das Trainingsshirt und die Trainingshosen anzuziehen und ins Fitnesscenter loszumarschieren, macht der eigene Kopf einem einen Strich durch die Rechnung.

 
Ich gehe morgen, denkt man sich innerlich und versucht sich mit Ausreden die für einen selbst teilweise sogar plausibel klingen zu trösten. Das Gehirn ist metaphorisch gesprochen der wichtigste Muskel der trainiert werden will. Er entscheidet darüber, ob man trotz Misserfolgs weitermacht und wo die eigenen Grenzen gezogen werden. Dieser Artikel ist für all jene, die es schwer haben im Training richtig Fuß zu fassen, für die, denen die eigene Motivation ständig einen Strich durch die Rechnung macht und für diejenigen die merkwürdiger weise immer mehr Ausreden und Argumente finden keinen Sport zu treiben, obwohl es schon längst Zeit dafür wäre. Der Artikel ist so strukturiert, dass er sich vorerst an diejenigen richtet, die mit Chips und Cola auf dem Sofa liegend ihre Freizeit verbringen und von einem Besuch eines Fitnesscenters noch weit entfernt sind. Wir nehmen die Motivation, die für viele ein unüberwindbares Hindernis darstellt unter die Lupe, betrachten den mentalen Aspekt vor und während dem Training und schließen den Kreis mit der Übermotivation, die in den meisten Fällen die gegenteiligen von den erhofften Resultaten mit sich bringt. Wir geben euch einen Gedankenstoß, für den Rest seid nur ihr selbst verantwortlich.

 

Die Motivation

Wo Ausreden nicht mehr zählen
„Heute wollte ich trainieren gehen, aber es hat draußen so furchtbar stark geregnet.“ „Ich habe mich einfach schlecht gefühlt, so kann ich doch nicht ins Training gehen.“ „Nach einem anstrengenden Arbeitstag brauche ich einfach eine Pause.“ Diese und viele weitere Ausreden, von denen manche sogar recht überzeugend und nachvollziehbar klingen, sollten schleunigst beiseitegeschoben werden. Das ist, zugegebenermaßen gar nicht so leicht.

 
Viele Menschen gehen in die Arbeit, die sie gar nicht mögen. Sie sitzen stundenlang vor dem Schreibtisch, blicken täglich tausendfach auf die Uhr und warten bis sie nach Hause gehen dürfen. Manche sind wiederrum vollkommen zufrieden mit ihrer Arbeit und haben keine Mühe morgens aufzustehen und allen Aufgaben die sie erwarten motiviert gegenüberzustehen. Moment einmal. Wie motiviert muss man sein, um mit Motivation zur Arbeit zu gehen die man hasst? Das ist eine alte Sehnsucht des Menschen, welche wir in den folgenden Zeilen versuchen werden zu hinterleuchten. Die Arbeit ist eine Metapher für das Training, denn auf dieses bezieht sich dieser Text schließlich.

 
Die verschiedenen Motivationszustände
Zu unterscheiden ist die sogenannte intrinsische von der extrinsischen Motivation. Erstere beschreibt ein freiwilliges Tun, welches mitunter Spaß macht und die eigenen Interessen befriedigt. Tut man etwas der Belohnung willen oder weil man der Beste sein möchte in dem was man tut, so handelt es sich um eine extrinsische Motivation. Die extrinsische Motivation hat also immer einen Nutzen und den Zweck sich Vorteile zu verschaffen oder Nachteilen wie einer Bestrafung zu entgehen. Was glaubst Du, in welchem Motivationszustand ist der Mensch am intensivsten engagiert? Richtig, im intrinsischen, weil ihn das Tun selbst zufriedenstellt. Du siehst also, welche verschiedenen Herangehensweisen in Bezug auf die Motivation existieren.

 
Manche gehen ins Fitnesscenter, bleiben teilweise trotz Misserfolgs stets motiviert und verfolgen ihre Interessen weil es ihnen Freude bereitet und sie die Belohnung in Form von z. B. zunehmender Muskelmasse als sekundär betrachten. Während sich Athlet A vollends auf das bevorstehende Training freut, in welchem er wieder seine Lieblingsübungen ausführen kann und das Gefühl der mit Blut vollgepumpten und erschöpften Muskeln kaum abwarten kann, quält sich Athlet B schon mit dem Gedanken ins Fitnesscenter zu gehen. Er möchte nur so schnell wie möglich seinen Traumkörper erreichen, um im Sommer auf dem Strand eine gute Figur abzugeben. So abgenutzt dies mittlerweile auch klingen mag, wichtig ist das zu tun was man liebt. Das wird in allen Bereichen des Lebens nur schwer möglich sein, allerdings ist nichts Verwerfliches daran dies anzustreben.

 
Das eigene Umfeld
Der Freundeskreis und das eigene Umfeld spielen in Zusammenhang mit der Motivation eine ebenso wichtige Rolle. Dabei ist es äußerst wichtig die Unterstützung des Partners oder der Freunde zu haben. Diese müssen nicht unbedingt die gleichen Interessen verfolgen wie man selbst, sie sollten aber stets eine Unterstützung sein. Sie sollten beispielsweise nicht versuchen, dich zu Fast Food zu animieren, obwohl sie wissen, dass Du gerade auf einer strengen Diät bist. Ein selbstbewusster und guter Mensch, wird immer versuchen Dich aufzurichten und zu motivieren. Genauso ist es aber deine Aufgabe, den ganzen Versuchungen die dich von deinem Weg abbringen können zu wiederstehen.

 
Wie motiviere ich mich selbst
Um erfolgreich zu sein braucht man Willenskraft. Dabei ist die Gefahr in ein Motivationsloch zu fallen sehr groß. Etwas zu wollen ist eines, dafür aber zu kämpfen und Taten sprechen zu lassen etwas vollkommen anderes. Mit diesem Phänomen beschäftigen sich schon lange zahlreiche Wissenschaftler. Der Fachbegriff dafür lautet: „Volition“, was so viel wie Entschlossenheit und seine Träume und Ziele in die Tat umzusetzen bedeutet. So wie die Muskeln, kann die Volition trainiert werden!

 
Träume und Visionen haben großen Einfluss auf die Willenskraft und sind der erste Schritt in die richtige Richtung. Belohne dich selbst! Belohnungen können deine Motivation aufrechterhalten. Wer strenge Diäten durchlebt, sich eine Woche standhaft an seinen Ernährungsplan hält, darf an einem Tag durchaus essen was er möchte. In Bodybuildingkreisen spricht man häufig von einem Cheat Day der für die Motivationserhaltung von Vorteil ist. Weiter sollte man Prioritäten setzen. Manche Dinge müssen einfach hinten angestellt werden. Ist die Party oder das vereinbarte Training wichtiger? Das Selbstvertrauen ist ebenfalls von großer Bedeutung. Schwingst du seit geraumer Zeit fleißig die Hanteln und trainierst brav, so kann es für das Selbstvertrauen und die daraus resultierende Motivation durchaus fördernd sein sich Meinungen anderer einzuholen und zu realisieren ob man auf dem richtigen Weg ist. Habe keine Angst vor dem Versagen! Aus Fehlern und Misserfolgen sollte man lernen. Wenn Du Dein Wunschgewicht im Bankdrücken an einem schlechten Tag nicht bewältigst, wirst Du es mit ziemlich hoher Sicherheit das nächste oder darauffolgende Mal schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg ist einfach: nicht aufzugeben!

 
Ohne zu wissenschaftlich geworden zu sein oder zumindest die Absicht gehabt zu haben, haben wir dem Leser hiermit hoffentlich ein paar Werkzeuge in die Hand gedrückt, mit welchen er im Stande sein sollte gewisse Aspekte der Motivation erfolgreich zu bewältigen.

 

Zielsetzung

Ziele steigern unsere Leistungsfähigkeit
Im Hinblick auf die Motivation ist die Zielsetzung von fundamentaler Bedeutung. Es ist etwas, auf dass sich der Mensch tagtäglich, in verschiedenen Alltagssituationen verlässt. Bodybuilding ist ein Sport der von kleinen Erfolgen lebt. Über Nacht ist schließlich noch niemand zu Hulk geworden. Umso wichtiger erscheint deshalb die Konstanz, mit welcher auf das selbst gesteckte Ziel hingearbeitet werden sollte.

 
Wie eine Studie gezeigt hat, können Ziele die Leistungsfähigkeit um 16% erhöhen. Sie helfen die Aufmerksamkeit auf die relevanten Dinge und Aktivitäten zu richten. Der Ansatz erlaubt es zudem, das Training nach der eigenen Zielsetzung zu gestalten um dieses so effektiv und effizient wie möglich ausfallen zu lassen. Erreicht man die Ziele, so hat dies einen motivierenden Einfluss auf die Person selbst. Äußerst vorteilhaft ist es, sich kleine, dennoch anspruchsvolle Ziele zu setzen.

 
Es sind die kleinen Dinge des Lebens
Ein Mensch der fast sein ganzes Leben lang übergewichtig ist und nun abnehmen möchte, wird nicht zurecht wissen wo er anfangen soll. Zu groß sind die Angst vor dem Versagen und die Zweifel an sich selbst. Die eingeplanten 25kg die bis Ende des Jahres wegpurzeln sollen, scheinen wie ein unüberwindbares Hindernis. Wer sich aber kleine Zwischenziele setzt und diese dokumentiert, bleibt die ganze Zeit über motiviert und arbeitet weiter an seinem großen Ziel. Wie ein Kind dass für eine gute Schulnote belohnt wird, belohnt man sich mit den kleinen, dennoch sehr wichtigen Zielen welche man erreicht hat.
Während sich die übergewichtige Person ein sog. Leistungsziel gesetzt hat, können erfahrene Athleten oder Profisportler ihre Motivation durch Ergebnisziele, wie das gewinnen einer Medaille beibehalten. Es gibt verschiedene Zielsetzungen, nichtsdestotrotz hat jede von ihnen einen motivierenden Einfluss auf die Person selbst. Das Setzen der Ziele kann eine großartige Technik zur Verbesserung der eigenen Leistung sein, welche jeder anwenden kann und sollte.
 
„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt“ – Gotthold Ephraim Lessing
 

Quellenangabe

„Motivation und Emotion“ – Klaus Rothermund / Andreas Eder
„Der Fisch stinkt vom Kopf“ – Hein Hansen
„Wie Gedanken unser Wohlbefinden beeinflussen“ – Gustave-Nicolas Fischer, Virginie Dodeler, Jutta Bretthauser

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.