Bodybuilding Mindset - Teil 2: Der innere Schweinehund - gymfanatics

Bodybuilding Mindset – Teil 2: Der innere Schweinehund

bodybuilding mindset - der innere schweinehund

 



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Jeder kennt ihn, den inneren Schweinehund

Wir alle kennen die Momente welche in verschiedenen Lebenslagen auftreten. Es meldet sich eine uns bekannte aber teuflische Stimme in unserem Kopf: „Du kannst das nicht, lass es bleiben“. Obwohl uns diese nicht gutes will und uns z. B. dick und träge macht, hören wir auf sie. Wissenschaftler machen den Lebensstil unserer Vorfahren dafür verantwortlich.

 

Der innere Schweinehund kommt aus einer frühen Zeit

In einer Zeit wo man für seine Nahrung noch jagen musste, nicht wissend wann es die nächste Mahlzeit geben würde, mussten unsere Ahnen Energie sparen wo es nur geht. Alles andere hätte sie in Lebensgefahr bringen können. Die Fettpölsterchen dienten, wie heute auch als Schutz vor der Kälte. Man durfte durch die unnötige Verschwendung von Kalorien sein Leben nicht in Gefahr bringen. Denn waren die Fettpölsterchen aufgebraucht, würde ein qualvoller Tod bevorstehen. In der heutigen Zeit befinden wir uns hingegen im anderen Extremum.

 
Wir leben in einer Welt des Überflusses. Man muss nur in den nächstgelegenen Supermarkt fahren um sich Lebensmittel zu holen. Auf diese Lebensweise, hat sich unser Gehirn aber längst noch nicht eingestellt. Wir entscheiden uns intuitiv für die gemütlichere Variante. Das Faulenzen auf dem Sofa wird dem Ausüben von Sport vorgezogen oder anders formuliert: Sofortige und kurzfristige Ereignisse werden den meistens besseren und langfristigeren bevorzugt.

 

Die zwei konkurrierenden Systeme

Der Grund für das oben beschriebene Verhalten sind die zwei konkurrierenden Systeme in unserem Gehirn. Zum einen gibt es das limbische System, also jener Teil des Gehirns welcher Sinneseindrücke und impulsive Handlungen steuert. Zum anderen den präfrontalen Kortex, ein evolutionär gesehen sehr junger Teil des Gehirns, welcher uns abstraktes Denken und langfristiges Planen ermöglicht. Obwohl letzterer bessere Argumente vorzuweisen hat, zieht er gegen das limbische System den Kürzeren. [1]

 
Exakt das gleiche Muster ist bei der Wahl zwischen Couch und Sport zu beobachten. Obwohl man sich nach einigen Monaten über die Resultate, beispielsweise in Form einer Gewichtsabnahme freuen würde, wird die gemütlichere „Jetzt-Variante“ auf dem Sofa bevorzugt. Je öfter wir diese Entscheidung treffen, desto wahrscheinlicher wird sie zur Gewohnheit. Ist es erst einmal dazu gekommen, so sind viel Selbstdisziplin und Mühe notwendig um aus diesem Entscheidungsmuster auszubrechen. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

 

Die guten Nachrichten – so besiegt man den inneren Schweinehund

Die gute Nachricht, die Sache mit der Gewohnheit funktioniert ebenso in die entgegengesetzte Richtung. Je öfter wir uns entschließen Sport zu treiben und unseren inneren Schweinehund besiegen, desto weniger Überwindung ist jedes Mal erforderlich. Man sollte beachten, dass die ausgeführte Sportart einem selbst Spaß macht und das Tun selbst eher intrinsischen Charakters ist. Übergewichtige Personen, die vom Laufen anfangs vielleicht Schmerzen in den Gelenken haben, können es beispielsweise zuerst mit Schwimmen versuchen. An den Alternativen sollte es wirklich nicht scheitern.
 
„Ich schlief und träumte, das Leben wäre Freude. Ich erwachte und sah, es war Pflicht. Ich handelte und siehe da, die Pflicht war Freude“ – Rabindranath Thakur (1913 Nobelpreis-Literatur)
 

Quellenangabe

[1] Time Discounting for Primary Rewards.
„Motivation und Emotion“ – Klaus Rothermund / Andreas Eder
„Der Fisch stinkt vom Kopf“ – Hein Hansen
„Wie Gedanken unser Wohlbefinden beeinflussen“ – Gustave-Nicolas Fischer, Virginie Dodeler, Jutta Bretthauser

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